Meine Mutter hat mein Leben ruiniert

Von: Stefanie

glücksritterorden

Hallo Glücksritterin Lea

Ich hatte schon immer ein Problem mit sozialer Phobie. Ich war übergewichtig in der Kindheit und jeder Versuch, abzunehmen, scheiterte. Es ist hart, NICHT zu denken, dass jeder dich hässlich findet. Mein Vater war niemals teil der Familie. Meine Mutter hat mich bei meiner Grossmutter abgesetzt, als ich 3 war, um Drogen nehmen zu können, wann immer sie wollte. Für eine Weile war es nur ich und meine Grosseltern und obwohl das eigentlich überhaupt nicht normal ist, war ich glücklich in meiner kleinen Familie.

In 2009, das 9 Jahre alte Ich erhielt die Nachricht, dass meine Mutter bei uns mit zwei jüngeren Brüdern einziehen würde. Unser Zuhause hatte nur drei Zimmer mit Betten, also musste ich mein Zimmer an meine Mutter abgeben und einen sehr kleinen Raum mit einem 3- und einem 1-Jährigen teilen.

Natürlich war ich darüber begeistert, ich dachte meine Mutter wollte endlich wieder Teil meines Lebens sein und ich wollte beste Freunde sein mit meinen beiden Brüdern. Aber sobald meine Mutter hier war hat sie mich physisch und mental missbraucht. Ich wurde wie ein Dienstmädchen behandelt wenn meine Grosseltern bei der Arbeit waren. Ich kochte, putzte, habe Windeln gewechselt, habe die kleinen gebadet, habe Wäsche gewaschen, und alles sonst was ein Haushalt braucht im Alter von 9, während ich ständig „Bestrafungen“ von meiner Mutter erhalten habe (mein Rücken wurde mit einem Gürtel geschlagen, mein Hintern mit einem Flip Flop versohlt, immer wenn ich was falsch gemacht habe, etwas ausgeschüttet, Bad zu heiss, zu lange gewartet um zu kochen irgendwas was meiner Mutter nicht gepasst hat).

Meine kleinen Brüder, ich weiss sie waren Kinder, aber sie haben alles was ich besass verloren oder zerbrochen, was nicht Kleidung war, da sie Zugang zu allem hatten.

Um 2012 ist sie endlich ausgezogen in eine Wohnung, die ihr der Staat besorgt hatte, da sie keinen Job annehmen wollte. Sie nahm meine Brüder mit und es vergingen 6 Monate bis man herausfand, dass sie ein Crystal Meth Labor in ihrer Wohnung aufgebaut hatte. Kurz bevor es herauskam hat sie die Stadt verlassen und hinterliess mich und meine zwei Brüder wieder den Grosseltern. Dieses Mal musste ich nach der Schule die Rolle des Babysitters übernehmen. Ich habe all das gemacht, was ich auch mit 9 gemacht hatte ausser kochen und Windeln wechseln, da sie aus diesen rausgewachsen sind.

Meine Mutter ist etwa um 2013 zurückgekommen und hat versucht, mich umzubringen, weil ich „ihr ihre Kinder weggenommen hätte“. Sie hat sie genommen und ist in ein anderes Haus eingezogen, hatte noch ein Baby in 2014 und lebte dann mit diesem Vater für ein Jahr (all dies während sie nur einen Job in einem lokalen Strip Klub hatte, meine Grosseltern brachten ihr jede Woche etwas zu essen).

Zu dieser Zeit hatte ich bereits jahrelang Depressionen und Suizidgedanken und meine Angstattacken die anfingen als sie in 2009 eingezogen ist. Im Oktober 2016 ist der Staat dann gekommen und hat meine Brüder von ihr weggenommen und wieder mir beziehungsweise meinen Grosseltern gegeben. Danach wurde ich gewechselt von der öffentlichen Schule auf Homeschooling, habe jeden meiner Freunde verloren und wurde dann quasi die Mutter für meiner Brüder und habe wieder alles gemacht, was ich schon früher machen musste: Gekocht, geputzt, die 4 jährigen gebadet, ich habe jeden Tag auf sie aufgepasst nachdem ich von der Schule heimgekommen bin bis meine Grosseltern um 6 Uhr Abends von ihrer Arbeit kamen (mein Grossvater ist ein Lastwagenfahrer also ist er immer auf der Strasse). Dann wurden sie jeweils wie kleine Engel behandelt und bekamen alles, was sie wollten.

Jeden einzelnen Tag hörte ich von meinen kleinen Brüdern „Ich hasse dich“ oder „Ich wünschte du wärst nicht meine Schwester“ oder sonst etwas ähnliches weil ich die Regeln durchsetzen musste, die meine Grossmutter mir gesagt hat und meine Brüder hassen mich dafür.

Mein 18. Geburtstag ist in zwei Wochen. Ich hatte noch nie einen Job, habe kein Geld um Auto fahren zu lernen, und ich kann nicht studieren gehen wie ich immer wollte seit ich 12 war weil ich die kleine liebe bleib-zu-Hause Mutter sein muss die meine Mutter niemals war. Ich darf keine Arbeit annehmen weil meine Grossmutter sagt ich muss für meine drei Brüder dasein um auf sie aufzupassen. Ich werde für immer hier festsitzen weil ich nichts machen kann um hier rauszukommen und ich denke oft es wäre besser mich einfach umzubringen da ich dieses Haus nicht verlassen kann bis meine Grossmutter pensioniert ist und dann erwartet man von mir dass ich einen Job annehme mit dem einzigen Ziel für diese Familie zu sorgen.

Sorry dass es so viel geworden ist. Ich bin dankbar, dass ich jemandem schreiben darf.

Stefanie

PS: Mir gefällt dein Logo mit dem Pferdchen…

 

Antwort von Glücksritterin Lea

Hallo Stefanie

Du tust mir so unendlich leid, mir kommen die Tränen, wenn ich deine Geschichte lese. Deine Mutter ist eine wirklich schlechte und egoistische Person, dass sie dich praktisch alleine mit der Betreuung deiner kleinen Brüder zurücklässt smiley traurig Drogen zu nehmen, um das eigene Leben zu ruinieren, ist bereits schlimm, doch das Leben von so vielen weiteren Menschen zu zerstören, ist einfach nur unverzeihlich.

Bitte gib nicht auf und denke nicht mehr an Selbstmord! Du bist so eine starke Person, dass du bis jetzt ausgehalten hast und dass du dein Leben so stemmen kannst. Kein aufwachsender Jugendlicher sollte eine solche Verantwortung tragen müssen. Im Gegenteil, normalerweise sind es ZWEI erwachsene Elternteile, die sich diese Bürde teilen und sich gegenseitig unterstützen. smiley hmm

Mein Rat an dich ist viel einfacher gesagt als getan: Sei selbst mal egoistisch! Du hast dein halbes Leben als Erwachsene auf deine Brüder aufgepasst, statt ein Leben als Kind in einer funktionierenden Familie geniessen zu können. Verlasse deine Grosseltern und deine Brüder und stürze dich in dein eigenes Leben, wo du nur auf dich selber acht geben musst. Du hast es dir mehr als verdient! Sorge dich nicht um deine Grosseltern oder deine Brüder, die werden schon irgendwie klar kommen. DU bist jetzt wichtig.

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Wenn es dir möglich ist, versuche auch, mit professioneller Hilfe über deine Depressionen und deine Suizidgedanken zu sprechen. Glaube mir, niemand wird dich auslachen. Es gibt viele Menschen auf dieser Welt, die dir helfen und dich unterstützen wollen!

Wenn ich könnte, würde ich dir einen viel grösseren Orden geben. Du hast es 100% verdient, eine Glücksritterin zu sein!

Alles alles Liebe für dich und deine Zukunft! herz klein

Glücksritterin Lea

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Ich kann nicht aufhören zu masturbieren

Von: Sabrina, 26, weiblich

Hallo Glücksritterin Lea

In letzter Zeit bin ich ständig angeturnt und ich habe keine Kontrolle darüber. Ich will einfach nur die ganze Zeit Pornos schauen, masturbieren oder Sex haben! Ich habe heute bereits 5 mal Pornos geschaut, eine Fantasie nach der anderen. Vielleicht bin ich eine Nymphomanin weil ich wirklich wirklich meinen Mitarbeiter und seinen dicken Schwanz ficken will! Ich schäme mich richtig dafür…. Ich stoppe jeweils alles, was ich gerade mache, NUR um zu masturbieren und ich denke nicht, dass das gesund ist. Ich schaue Gangbangs und Orgien, aber hauptsächlich Gangbangs. Ich würde echt gerne mal selber einen Gangbang haben, denke aber nicht das ich das packen würde. Ich fantasiere auch über alte Männer über 50 Jahre.

 

Antwort von Glücksritterin Lea

Hallo Sabrina

Solange du dich gut dabei fühlst und dein Leben, deine Schule/Arbeit oder dein Umfeld davon nachteilig betroffen sind ist es überhaupt nicht schlimm, oftmals zu masturbieren. Masturbation ist eine natürliche Funktion des Körpers und darf ruhig gemacht werden – es gibt Frauen, die masturbieren bis zu 10 mal am Tag. Das ist der Vorteil als Frau, wenn man Orgasmus über Orgamus haben kann. Geniesse es und lebe deine Sexualität!

Masturbation ist nur ungesund, wenn es ein Mass annimmt, dass du nicht mehr kontrollieren kannst. Wenn du zum Beispiel zwungenermassen während der Arbeit oder in der Öffentlichkeit masturbierst und es nicht kontrollieren kannst.

Ansonsten bist du eine erwachsene Frau und kannst selber über dein Leben und deine Sexualität bestimmen. Sehr viele Menschen auf dieser Welt haben ganz besondere Vorlieben oder Fetische, wenn es um Sex geht – Natürlich spricht man mit niemandem darüber. Ich nehme an, dass ich dich nicht über Verhütung oder Geschlechtskrankheiten aufklären muss, falls du jemals einen Gangbang oder ähnliches in Erwägung ziehen wirst. smiley zufrieden

Übrigens, hast du gewusst? Mindestens 35% der gesamten Daten, die vom Internet heruntergeladen werden, sind von pornografischer Natur.

Alles Liebe herz klein

Glücksritterin Lea

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Meine Mutter versteht mich einfach nicht!

Von: Irene, 13, weiblich

Hallo Glücksritterin Lea

Ich hasse meine Mutter! Nie versteht sie, was ich will, und immer kommt sie nur mit ihrem Scheiss „Räum dein Zimmer auf, putz das, mach das sauber!“ Als ob es im Leben immer nur ums Putzen gehen würde!!! Ich glaube echt langsam, meine Mutter ist putzsüchtig, sie putzt jeden Tag das Klo und die Küche, dabei ist immer alles blizeblank. Und wenn ich muss darunter leiden, wenn ich von der Schule heimkomme und meine Schuhe zwanzig Zentimeter neben der Schuhmatte abstelle, oh was für ein Drama, ne echt! Und wenn ich nicht innerhalb kurzer Zeit was auch immer sie will aufräume bekommt sie einen Schreikrampf!! Dabei will ich nur meine Ruhe und nicht immer nur putzen.

Was soll ich nur tun? Ich halt das nicht mehr aus…

Hast du mir einen Rat?

Gruss Irene

Antwort von Glücksritterin Lea

Hallo Irene

Ja, Mütter können echt anstrengend sein, vorallem wenn sie immer das ganze Haus sauber halten wollen. Ich sage immer „Es gibt mehr im Leben als zu putzen“. Trotzdem ist ein sauberes Haus oder eine saubere Wohnung ganz wichtig, um sich wohlzufühlen. Stell dir nur mal vor, es wäre alles dreckig und voller Staub, da hättest du sicher auch keine Freude.

Am besten gehst du offensiv auf deine Mutter zu und sagst ihr, für welche Bereiche du verantwortlich sein willst. Zum Beispiel kannst du ihr sagen, dass du dein Zimmer sauber halten wirst. Vielleicht lässt sie sich auf einen Kompromiss ein und lässt dich dann wegen den anderen Bereichen zufrieden.

Es kann übrigens gut sein, dass deine Mutter putzsüchtig ist. Viele Menschen sind mit der heutigen Welt überfordert und brauchen ein Ventil, um Wut loszulassen oder ihre Hoffnungslosigkeit zu verarbeiten. Putzen ist eine vergleichsweise einfache Tätigkeit, bei dem man schnelle Ergebnisse sieht. Das kann aber auch gut ins Negative kippen, wenn Menschen bei jedem Stress in das Putzen fliehen, weil sie dort ihren Frieden finden.

Beobachte deine Mutter doch einmal, ob sie selber unter dem Putzwahn leidet. Viele Menschen führen eine Tätigkeit bis ins Extreme aus und sind dabei aber dennoch glücklich beziehungsweise haben ihr Leben im Griff. Falls dem nicht so wäre, wäre es oftmals das Beste, professionelle Hilfe zu holen. Aber auch das ist oftmals einfacher gesagt als getan.

Ich wünsche dir, dass du mit deiner Mutter darüber sprechen kannst (vielleicht mit Hilfe des Vaters?) und ihr euch einigen könnt und du schlussendlich deinen Frieden hast. Innerer Friede ist nämlich ganz doll wichtig, das sagte schon Po von Kung Fu Panda smiley zwinker

2po

Alles Liebe

Glücksritterin Lea

flower purple

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