Ich habe aus Versehen „Glückwunsch“ auf die Karte geschrieben für die Frau, dessen Sohn sich am Vortag umgebracht hat

Von: Frosch

Da war ich also am Treffen der Anonymen Alkoholiker wegen meiner Benzosucht (seit 8 Monaten clean!). Das war vor einigen Jahren. Das Treffen war in einem dieser Behandlungszentren und ich kannte da zwar niemanden, habe aber einige Leute kennengelernt. Wir waren sowas wie eine kleine Clique. Wir haben das Zentrum verlassen, um an das AA Treffen zu gehn, das wir jeden Dienstag und Donnerstag haben.

Wir waren da also ein wenig am diskutieren über Gott und wer weiss was noch. Eine Frau hat ihre Geschichte erzählt. Es war ein ziemlich grosses Treffen und einige Leute haben einfach miteinander gelabert statt zuzuhören. Im Nachhinein wünsche ich mir, ich wäre respektvoller gewesen, sowie es auch die andern hätten sein sollen, die nicht zugehört haben. Ich hätte der Frau zuhören sollen, sie war am weinen. Ich erinnere mich genau daran.

Dann wurde diese Karte herumgereicht und jeder hat unterschrieben. Das ist ein ziemlich normales Ding bei unseren AA Treffen, etwa wenn jemand „Geburtstag“ hat, also ein Jahr ohne Suchtmittel. Zum Beispiel eine Karte die rumgeht die sagt „Herzlichen 5. Geburtstag“ und jeder schreibt „Gratulation“ oder „Gut gemacht“ oder sowas drauf und den Namen da die Person 5 Jahre clean ist.

Ich dachte, die Karte, die rumgereicht wird, wäre so eine Karte. Also habe ich „Gratulation!!!“ geschrieben.

Auf dem Heimweg im Bus haben ein paar Leute darüber gequatscht, wie arm die Frau doch dran ist und dass sie nicht wussten, was sie ihr schreiben sollten, um der Frau ihre Gefühle mitzuteilen.

Ich hab gefragt „Wartet…. wofür war die Karte???“

„Ihr Sohn hat gestern suizid begangen also hat jemand eine Trauerkarte für sie mitgebracht, damit wir sie unterschreiben können.“

„Leute… Ich habe ‚Gratulation‘ geschrieben“

Die Leute haben mich nur lange angesehen oder den Kopf geschüttelt so im Stile von „Mann das ist echt schrecklich!“

Es war ein totales Versehen meinerseits! Ich werde die Frau nie wieder treffen aber… Ruhe in Frieden, Sohn der Frau… es tut mir wirklich leid, was ich deiner Mutter über deinen Tod geschrieben habe…

 

Antwort von Glücksritterin Lea

Hallo Frosch

Wow das ging ja mal total schief smiley traurig Aber mach dich nicht kaputt… Die Frau wird hoffentlich verstanden haben, dass du es nicht ernst meinst, sondern gedacht hast, dass es eine andere Karte sei.

Du kennst sicherlich das Sprichwort „Weine nicht über verschüttete Milch“. Du musst genauso nach vorne schauen und solltest dich nicht damit quälen. Eventuell siehst du die Frau ja nochmals und kannst ihr sagen, dass es ein Versehen war.

Shit happens! herz klein

Glücksritterin Lea

18u

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Die Ärztin meiner Alpträume

Von: Franz, 62, männlich

Servus Glücksritterin Lea

Ich schreib dir ned weil ich ein Problem hab, sondern weil ich eine kleine Geschichte zu erzählen hab. Ich hoff, das ist okay für dich.

Ich war also bei der Arbeit und verspürte auf einmal einen starken, stechenden Schmerz in meiner Bauchgegend. Das war echt schlimm, ich sackte fast zusammen und musste meinem Chef sagen, dass ich in den Spital musste. War natürlich nicht begeistert, also weder mein Chef noch ich smiley zwinker

Mein Arbeitskollege setzte mich im Spital ab und ich rein da und untersucht. Nun ja die Details spar ich mir jetzt hier, auf jeden Fall haben die mich in der Leistengegend genauestens untersucht und gemeint, dass es dort unten schlimm entzündet ist. Eine Operation später liege ich im Krankenzimmer und konnte nicht mehr selber pissen, also urinieren, da es irgendwie dort unten noch alles betäubt war. Da ham sie mir einen Katheter gelegt, damit der angesammelte Urin aus der Blase herausfliesst.

Bereits als die mich das erste Mal untersucht hatten war da eine absolut unsympatische Ärztin! Mit feuerroten Haaren, schranzigem Gesicht und absolut mieser Laune, direkt aus der Hölle sag ich! Die war bereits bei der ersten Untersuchung ganz unhöflich und hat mit dem ganzen Personal absolut abschätzig gesprochen, als ob sie ne kleine Diva und was besseres wär. Lag ich also im Krankenzimmer im Bett und da kam diese Schreckschraube wieder zu mir und fragte mich, wie ich mich fühlen würde. Ich sagte „Es tut schon noch arg weh da unten“ und sie meinte nur „Tun sie nicht so schwach, das hatten schon viele Männer vor ihnen und die haben auch nicht so schwächlich getan. Sie sollten sich ein bisschen zusammenreissen, das war jetzt wirklich ein kleiner Eingriff, den wir da vorgenommen haben. Sie tun schon ein wenig wehleidig gerade.“ Was für ein netter Vortrag, den sie mir da gehalten hat, echt genau das, was man nach einer Operation hören will.

Ich wurde aus dem Spital entlassen und dachte, alles sei wieder im Lot mit meinem stolzen Gemäch. Ein paar Wochen später tat es mir aber immer noch unglaublich weh, ich hatte solche Schmerzen, ich konnte fast kein Wasser lassen, es tat höllisch weh. Die mussten irgenwas falsch verknotet haben oder so!

Also musste ich nochmals in den Spital, aber eines schwor ich mir: Zu dieser Höllenhexe wollte ich nicht mehr. Also suchte ich mir einen anderen Spital aus und ging dorthin. Dort hatte auch gleich ein etwas jüngerer, aber gut aussehender Arzt Zeit für mich. Alles war besser, als diese Gewitterhexe. Er war wirklich nett und fragte mich, was mein Problem sei. Ich habe ihm alles erklärt und gesagt, dass ich immer noch ein Problem habe da unten und dass die im anderen Spital einen Fehler gemacht haben mussten.

Der nette Arzt fragte mich, wer im anderen Spital für mich zuständig war. Ich erzählte ihm von der Pissgurke von Ärztin mit ihrer roten Mähne und ihren absolut unausstehlichen Art. Ganz genau, im Detail, ich kam richtig in den Redefluss, erzählte ich ihm, was die Dame zu mir gesagt hatte  und dass man meiner Meinung nach so mit Patienten nicht umgeht. Am Ende meinte ich dann so „Ja die Frau war mir echt zuviel… Frau Huber war übrigens ihr Name…“ und der freundliche junge Arzt schaute mich plötzlich ganz verdutzt an und meinte dann ruhig: „Ach, die Frau Huber vom Spital Schlagenbühl? Die hat vor einer Woche den Spital gewechselt und arbeitet nun in unserem Spital. Um genau zu sein, ihr Büro liegt direkt hier gegenüber von meinem….“

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Alles Liebe dir! Dein Blog gefällt mir gut!
Franz

 

Antwort von Glücksritterin Lea

Hallo Franz

Haha das ist echt eine gute Geschichte! Ich hoffe deinem stolzen Gemäch geht es wieder gut und du musstest dich dann nicht nochmals von der Gewitterziege operieren lassen smiley xD

Und natürlich sind Geschichten auch erlaubt, ich persönlich liiiieeeebe eine gute Geschichte smiley lachen

Danke, ich wünsche dir auch alles Liebe herz klein

Glücksritterin Lea

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Ich glaube immer noch nicht wie die zwei Mädels mich so verarschen konnten!

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Von: Beat, 16, männlich

Hallo Glücksritterin Lea

Es war als ich etwa 12 oder 13 Jahre alt war, genau wenn der Teil der Pubertät einen erwischt, bei man dem eine grosse Anziehungskraft zu dem anderen Geschlecht verspürt. Ich war mit diesen beiden Zwillingsschwestern, die ungefähr mein Alter hatten, im Gartenhaus ihrer Eltern. Ich hatte die Tür im Rücken und beide sassen vor mir.

Plötzlich sagte eine der beiden: „Wenn du deine Kleider für uns ausziehst machen wir dasselbe für dich!“. Das klang zu gut aber zur gleichen Zeit auch nicht so gut. Ich wollte es eigentlich nicht machen aber habe trotzdem zugestimmt.

Wir standen also auf und eine der Schwestern sagte: „Gut jetzt zieh dein T-Shirt aus und lege es hinter dich. Und ziehe deine Schuhe und Socken aus!“,  was ich machte. Ich habe alles auf einen Haufen gelegt. „Jetzt zieh deine Hosen aus!“ lachte die andere Schwester. Auch die Hosen habe ich ausgezogen und auf den Kleiderhaufen gelegt. Ich hielt die Hände über meinen Intimbereich obwohl ich immer noch die Boxershorts anhatte. Ich war einfach so verängstigt und aufgeregt zur gleichen Zeit.

Dann lief eine der Schwestern hinter mich, während die andere von vorne auf mich zukam und sagte: „Jetzt ziehe deine Unterhose aus.“ Ich habe es nicht getan, aber die Schwester, die hinter mir stand, hat die Unterhose von hinten runtergezogen. Ich war absolut schockiert an diesem Punkt. Meine Hände haben sich immer noch nicht bewegt und waren immer noch über meinem Intimbereich aber eine der Schwestern sagte mir sie würden sich nicht ausziehen solange meine Hände nicht auf der Seite waren. Ich machte es und die zwei Schwestern grinsten, fast als ob sie erwartet hätten, dass ich es nicht tun würde.

Dann wie aus dem Nichts sagt die eine Schwester „Los!“ und die andere Schwester schnappte sich meine Kleider und beide rannten aus dem Gartenhaus und liessen mich nackt alleine. Sie riefen mir zu sie würden es ihren Eltern sagen und mein Herz fing wie wild an zu schlagen. Aber als sie zurückkamen fand ich heraus dass sie lügten, sie haben stattdessen einige Freunde mitgebracht. Alle zusammen haben viel über mich gelacht und irgendwann hat die Mutter der Schwestern uns gehört und ist rausgekommen. Sie hat dann meine Mutter angerufen, die mich abgeholt hat. Meine Mutter hat mich dann nackt heimgefahren, weil sie geglaubt hat ich hätte das von mir aus gemacht smiley traurig.png

 

Antwort von Glücksritterin Lea

Oje, da bist du ja in einen schönen Schlamassel reingeraten. Ja, es ist tatsächlich so, junge Menschen (Mädchen wie Jungs) können ganz schön gemein sein. Aus ihren Augen sieht es dann aus wie ein Scherz, solch ein Erlebnis kann aber einen jungen Menschen über Jahre hinweg belasten. Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe, dass Du über die Aktion hinwegsehen kannst. Vergiss einfach, was passiert ist, denn solche Menschen braucht man nicht im Leben. Echte Freunde tun einem so etwas nicht an, sondern bringen einem im Leben weiter – Oder machen Scherze, die nicht unter die Gürtellinie gehen.

Als Zeichen meines Amtes als Glücksritterin schlage ich dich hiermit zum Glücksritter, als dass deine Ehre wieder hergestellt ist und du positiv in die Zukunft schauen kannst!

Alles Liebe herz klein

Glücksritterin Lea

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