Schlussendlich hat er überdosiert

Von: Strandmädchen, weiblich

Hallo Glücksritterin Lea

Ich weiss nicht, was ich tun soll. Wir waren 8 Jahre zusammen. Wegen den Drogen haben wir uns getrennt. Ich konnte es nicht länger ertragen, aber ich habe immer geglaubt, er wäre mein Seelenpartner. Ich habe ihn so geliebt. Wir haben uns so geliebt. Und jetzt, seit diesem Morgen vor einigen Tagen, ist er tot. Er war 6 Monate clean. Er hat nicht mal gespritzt, er hat nur geschnupft.

Ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich weiss nur, dass ich viel schreien muss. Und ich habe einen physischen Schmerz, den ich nicht für möglich gehalten hätte. Ich probiere einfach, mich zusammen zu reissen, denn mein jetziger Freund wurde wütend, als er merkte, wie nahe mir der Tod meines Ex-Freundes ging. Mein Ex war nicht sehr gut zu mir, als er gespritzt hat. Und mein jetziger Freund weiss das. Er denkt, dass ich nicht so traurig sein soll über jemanden, der mich so schlecht behandelt hat.

Aber ach Gott, wenn ich bisher keinen echten Herzschmerz gekannt habe, dann tue ich das jetzt. Heute wäre unser Jubiläum gewesen. Und jetzt ist er tot.

Ich will nur noch auf meinem Bett liegen und weinen.

 

Antwort von Glücksritterin Lea

Hallo Strandmädchen

Das tut mir unglaublich leid, dass dir das wiederfährt. smiley traurig

Ich hoffe, dein Freund verweigert dir deinen Herzschmerz nicht, denn ich denke, die Trauer ist genau das, was du jetzt brauchst. Du scheinst deinen Ex trotz allem sehr geliebt zu haben, und ein solcher Verlust schmerzt jeweils noch sehr lange. Wenn es dir unerträglich wird, könntest du vielleicht einen Therapeuten aufsuchen, der dir helfen kann, das alles zu verarbeiten. Denke daran, es war nicht dein Fehler ist, dass dein Ex eine Überdosis hatte.

Halte deine Gefühle nicht zurück, sondern lasse sie zu, und umgebe dich mit Personen, die dich unterstützen. Rede mit deinem Partner und sage ihm, warum du so traurig bist, und das du ihn jetzt brauchst. Und wenn du alleine sein musst, dann sei alleine. Es ist ein grosser Verlust, und das braucht Zeit, um es zu verarbeiten. Und Mut, um es zuzulassen.

Ich wünsche dir ganz viel Mut und ganz viel Kraft, diese schwere Zeit durchzustehen! herz klein

Alles Liebe für dich
Glücksritterin Lea

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Meine Mutter hat mein Leben ruiniert

Von: Stefanie

glücksritterorden

Hallo Glücksritterin Lea

Ich hatte schon immer ein Problem mit sozialer Phobie. Ich war übergewichtig in der Kindheit und jeder Versuch, abzunehmen, scheiterte. Es ist hart, NICHT zu denken, dass jeder dich hässlich findet. Mein Vater war niemals teil der Familie. Meine Mutter hat mich bei meiner Grossmutter abgesetzt, als ich 3 war, um Drogen nehmen zu können, wann immer sie wollte. Für eine Weile war es nur ich und meine Grosseltern und obwohl das eigentlich überhaupt nicht normal ist, war ich glücklich in meiner kleinen Familie.

In 2009, das 9 Jahre alte Ich erhielt die Nachricht, dass meine Mutter bei uns mit zwei jüngeren Brüdern einziehen würde. Unser Zuhause hatte nur drei Zimmer mit Betten, also musste ich mein Zimmer an meine Mutter abgeben und einen sehr kleinen Raum mit einem 3- und einem 1-Jährigen teilen.

Natürlich war ich darüber begeistert, ich dachte meine Mutter wollte endlich wieder Teil meines Lebens sein und ich wollte beste Freunde sein mit meinen beiden Brüdern. Aber sobald meine Mutter hier war hat sie mich physisch und mental missbraucht. Ich wurde wie ein Dienstmädchen behandelt wenn meine Grosseltern bei der Arbeit waren. Ich kochte, putzte, habe Windeln gewechselt, habe die kleinen gebadet, habe Wäsche gewaschen, und alles sonst was ein Haushalt braucht im Alter von 9, während ich ständig „Bestrafungen“ von meiner Mutter erhalten habe (mein Rücken wurde mit einem Gürtel geschlagen, mein Hintern mit einem Flip Flop versohlt, immer wenn ich was falsch gemacht habe, etwas ausgeschüttet, Bad zu heiss, zu lange gewartet um zu kochen irgendwas was meiner Mutter nicht gepasst hat).

Meine kleinen Brüder, ich weiss sie waren Kinder, aber sie haben alles was ich besass verloren oder zerbrochen, was nicht Kleidung war, da sie Zugang zu allem hatten.

Um 2012 ist sie endlich ausgezogen in eine Wohnung, die ihr der Staat besorgt hatte, da sie keinen Job annehmen wollte. Sie nahm meine Brüder mit und es vergingen 6 Monate bis man herausfand, dass sie ein Crystal Meth Labor in ihrer Wohnung aufgebaut hatte. Kurz bevor es herauskam hat sie die Stadt verlassen und hinterliess mich und meine zwei Brüder wieder den Grosseltern. Dieses Mal musste ich nach der Schule die Rolle des Babysitters übernehmen. Ich habe all das gemacht, was ich auch mit 9 gemacht hatte ausser kochen und Windeln wechseln, da sie aus diesen rausgewachsen sind.

Meine Mutter ist etwa um 2013 zurückgekommen und hat versucht, mich umzubringen, weil ich „ihr ihre Kinder weggenommen hätte“. Sie hat sie genommen und ist in ein anderes Haus eingezogen, hatte noch ein Baby in 2014 und lebte dann mit diesem Vater für ein Jahr (all dies während sie nur einen Job in einem lokalen Strip Klub hatte, meine Grosseltern brachten ihr jede Woche etwas zu essen).

Zu dieser Zeit hatte ich bereits jahrelang Depressionen und Suizidgedanken und meine Angstattacken die anfingen als sie in 2009 eingezogen ist. Im Oktober 2016 ist der Staat dann gekommen und hat meine Brüder von ihr weggenommen und wieder mir beziehungsweise meinen Grosseltern gegeben. Danach wurde ich gewechselt von der öffentlichen Schule auf Homeschooling, habe jeden meiner Freunde verloren und wurde dann quasi die Mutter für meiner Brüder und habe wieder alles gemacht, was ich schon früher machen musste: Gekocht, geputzt, die 4 jährigen gebadet, ich habe jeden Tag auf sie aufgepasst nachdem ich von der Schule heimgekommen bin bis meine Grosseltern um 6 Uhr Abends von ihrer Arbeit kamen (mein Grossvater ist ein Lastwagenfahrer also ist er immer auf der Strasse). Dann wurden sie jeweils wie kleine Engel behandelt und bekamen alles, was sie wollten.

Jeden einzelnen Tag hörte ich von meinen kleinen Brüdern „Ich hasse dich“ oder „Ich wünschte du wärst nicht meine Schwester“ oder sonst etwas ähnliches weil ich die Regeln durchsetzen musste, die meine Grossmutter mir gesagt hat und meine Brüder hassen mich dafür.

Mein 18. Geburtstag ist in zwei Wochen. Ich hatte noch nie einen Job, habe kein Geld um Auto fahren zu lernen, und ich kann nicht studieren gehen wie ich immer wollte seit ich 12 war weil ich die kleine liebe bleib-zu-Hause Mutter sein muss die meine Mutter niemals war. Ich darf keine Arbeit annehmen weil meine Grossmutter sagt ich muss für meine drei Brüder dasein um auf sie aufzupassen. Ich werde für immer hier festsitzen weil ich nichts machen kann um hier rauszukommen und ich denke oft es wäre besser mich einfach umzubringen da ich dieses Haus nicht verlassen kann bis meine Grossmutter pensioniert ist und dann erwartet man von mir dass ich einen Job annehme mit dem einzigen Ziel für diese Familie zu sorgen.

Sorry dass es so viel geworden ist. Ich bin dankbar, dass ich jemandem schreiben darf.

Stefanie

PS: Mir gefällt dein Logo mit dem Pferdchen…

 

Antwort von Glücksritterin Lea

Hallo Stefanie

Du tust mir so unendlich leid, mir kommen die Tränen, wenn ich deine Geschichte lese. Deine Mutter ist eine wirklich schlechte und egoistische Person, dass sie dich praktisch alleine mit der Betreuung deiner kleinen Brüder zurücklässt smiley traurig Drogen zu nehmen, um das eigene Leben zu ruinieren, ist bereits schlimm, doch das Leben von so vielen weiteren Menschen zu zerstören, ist einfach nur unverzeihlich.

Bitte gib nicht auf und denke nicht mehr an Selbstmord! Du bist so eine starke Person, dass du bis jetzt ausgehalten hast und dass du dein Leben so stemmen kannst. Kein aufwachsender Jugendlicher sollte eine solche Verantwortung tragen müssen. Im Gegenteil, normalerweise sind es ZWEI erwachsene Elternteile, die sich diese Bürde teilen und sich gegenseitig unterstützen. smiley hmm

Mein Rat an dich ist viel einfacher gesagt als getan: Sei selbst mal egoistisch! Du hast dein halbes Leben als Erwachsene auf deine Brüder aufgepasst, statt ein Leben als Kind in einer funktionierenden Familie geniessen zu können. Verlasse deine Grosseltern und deine Brüder und stürze dich in dein eigenes Leben, wo du nur auf dich selber acht geben musst. Du hast es dir mehr als verdient! Sorge dich nicht um deine Grosseltern oder deine Brüder, die werden schon irgendwie klar kommen. DU bist jetzt wichtig.

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Wenn es dir möglich ist, versuche auch, mit professioneller Hilfe über deine Depressionen und deine Suizidgedanken zu sprechen. Glaube mir, niemand wird dich auslachen. Es gibt viele Menschen auf dieser Welt, die dir helfen und dich unterstützen wollen!

Wenn ich könnte, würde ich dir einen viel grösseren Orden geben. Du hast es 100% verdient, eine Glücksritterin zu sein!

Alles alles Liebe für dich und deine Zukunft! herz klein

Glücksritterin Lea

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